Pressestimmen
Ynet | 08.09.2006
Jerusalem Post | 14.09.2006
ICEJ-Nachrichten ;| 11.09.2006
Leonberger Kreiszeitung | 18.04.2006
Badische Neueste Nachrichten | 28.06.2005
Teckbote | 24.12.2004
Leonberger Kreiszeitung | 21.06.2004
Stuttgarter Wochenblatt | 18.12.2003
Gmünder Tagespost | 10.12.2003
Ynet | 08. September 2006
Felix Mendelssohn ascends to the heavens
The performance by the Israeli-German choir of Mendelssohn's oratorio Elijah provided a moving and dramatic evening of music at the Jerusalem Theater.
The choir last night was the main element of this unique evening. On the stage of the Henry Crown Theater stood over 150 singers - a huge choir by any standard. The product of Jewish-Christian, Israeli-German collaboration, the singers came from two amateur but highly talented choirs: that of the Christian Academy of Music and Fine Arts from Stuttgart, Germany, and the Jerusalem Oratorio. The orchestra, too, brought together musicians from the Stuttgart Academy and from Israel. Together they presented a complete performance of Mendelssohn's Elijah - a rare event in itself.
The conductor last night was the German maestra (of Brazilian origin) Monica Meira Vasques, who inspired the huge choir with flowing energy and musical sensitivity. Even if the choir did not perform every note to perfection, the vocal sound was full and expressive. While there are choirs which may surpass it in pureness of tone and precision, the combined choir of the Jerusalem Oratorio and the Christian Academy demonstrated how the very joy of singing can produce a truly memorable musical event.
Yon Feder
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Concert Review - Jerusalem Post | 14. September 2006
Mendelssohn's 'Elijah' - Jerusalem Theater - September 7
Among the Romantics' most outstanding oratorios and also arguably the work in which the composer identifies most closely with his Jewish origins, Mendelssohn's Elijah was performed by the Jerusalem Oratorio Choir with the Stuttgart Christian Academy Choir and Orchestra, in a concert conducted by Monica Meira Vasquez.
It was a splendid performance. The combined choirs and orchestra were well-rehearsed and produced a cohesive sound. They performed with liveliness, energy and discernible commitment, and with unusually solid enunciation.
As Elijah, bass-baritone Siegfried Laukner combined forceful expression with tender lyricism in the profoundly moving lament, It is enough. Soprano Annemarie Kiuntke sounded bright, innocent and lovely as Youth.
Alto Sonia Maria Hoeflerhe's Queen was frighteningly evil, while The Angels' Trio, performed by Kiuntke, Lydia Zborschil and Brigitte Schweizer, offered some of the performance's most enchanting moments. The overwhelming final chorus suggestively brought to life the fiery chariot going up in a whirlwind to heaven.
Uri Epstein
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ICEJ-Nachrichten | 11.09.2006
Musik verbindet - und begeistert!
Christen und Juden führen gemeinsam Elias-Oratorium auf
Mit einem solch positiven Echo hatten die ca. 100 deutschen Chormitglieder und Musiker der Christlichen Musik- und Kunstakademie (CMKA) aus Stuttgart nicht gerechnet – obwohl sie während des Libanonkrieges ihre Flugtickets nach Israel nicht storniert hatten und so ganz praktisch Solidarität zeigten. Statt sich von der Kriegsgefahr abhalten zu lassen, nahmen sie ein ungewöhnliches musikalisches Projekt in Angriff: In der ersten Septemberwoche führten sich gemeinsam mit dem bekannten Oratorio Choir Jerusalem (OCJ) das Oratorium Elias von Mendelssohn auf – zweimal in Jerusalem und einmal in Rischon Le Zion.

Wir wurden mit großer Begeisterung aufgenommen und man spürte die Rührung der Israelis darüber, dass wir trotz der momentanen politischen Situation gekommen sind, berichtet Friedemann Meussling, Leiter der CMKA Das Auftaktkonzert im Jerusalemer Theater war nicht nur total ausverkauft. Vertreter der deutschen Botschaft in Israel und des Goethe Instituts würdigten durch ihre Teilnahme an den Konzerten die ungewöhnliche Zusammenarbeit. Sehr positiv und dankbar reagierten die Besucher auf die Vorführung, besonders weil die Texte des Oratoriums viel von der Situation der Menschen im Land widerspiegelten. Viele Zuhörer waren während der Konzerte sichtlich berührt, manche weinten.
Der Wunsch, durch Musik Brücken zu bauen, erfüllte sich laut Meussling aber nicht nur während der beiden Aufführungen. Das Miteinander der insgesamt ca. 220 deutschen und israelischen, jüdischen und christlichen Chor- und Orchestermusiker war von Anfang an sehr herzlich. Die Atmosphäre bei den Proben und Konzerte war außergewöhnlich harmonisch und freundschaftlich. Viele trafen sich auch während der freien Zeit, um etwas gemeinsam zu unternehmen.
Zahlreiche Israelis werden Anfang November bei den gemeinsamen Konzerten in Stuttgart (am 31.10.06 im Beethovensaal), München (01.11.02 im Herkulessaal), Leipzig (03.11.06 Gewandhaus) und Berlin (04.11.06 Berliner Dom) dabei sein. Etliche der israelischen Chormitglieder haben im Holocaust Familienmitglieder verloren und besuchen Deutschland zum ersten Mal. Sie freuen sich bereits darauf, erklärt der sichtlich gerührte Meussling.
Weitere Infos, Bilder und Berichte zur Israeltournee und der Konzerttour durch Deutschland unter www.cmka.de. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem gehört zu den Sponsoren der Tournee.
Okuli Bernhard - Eliasbilder 2006
Leonberger Kreiszeitung | 18.04.2006
Inspiration und harmonische Reinheit
Bach in der Leonberger Stadtkirche
LEONBERG - . Werke von Johann Sebastian Bach ziehen immer wieder viele Zuhörer an. So auch am Ostersonntag, als die Christliche Musik- und Kunstakademie Stuttgart in der gut besuchten Stadtkirche mit Werken des Leipziger Meisters ein interessantes Konzert gegeben hat.
Von Alexander Walther
Zunächst waren Auszüge aus der bekannten Johannes-Passion zu hören. Der Akademie-Chor Stuttgart und das Akademie-Orchester Stuttgart unter der einfühlsamen Leitung von Monica Meira Vasques arbeiteten den herben Ernst und die mystische Intensität des Werkes sehr schön heraus. In den naturalistisch gezeichneten Volksszenen brillierte der Chor mit nie nachlassender Kraft und harmonischer Reinheit.
Die feierlich ruhigen Streicherfiguren begleiteten den Eingangschor Herr, unser Herrscher - es kam zu einer sphärenhaften Verbindung des Klangbilds mit dem von Bekennerleidenschaft drängend bewegten Chor. Dominik Hosefelder gestaltete seine Bass-Arie Betrachte, meine Seele voller Klangfarbenreichtum. Und der Evangelist von Min Woo Lim zeichnete die Gesangslinien mit leuchtenden Tenor-Kantilenen nach.
Überzeugend und bewegend war die Alt-Arie Es ist vollbracht. Sonia Maria Höfler verdeutlichte den kontrapunktischen Reichtum der Partitur mit bemerkenswerter Strahlkraft.
Lydia Zborschils Sopran-Arie Zerfließe, mein Herze brachte
das harmonische Geschehen richtig in Schwung. Dynamische Kontraste wurden von Monica Meira Vasques konzentriert nachgezeichnet. Ausgesprochen transparent und durchsichtig interpretierte der Akademie-Chor Stuttgart die Cantus-firmus-Sequenzen des Chorals Ach Herr, lass deine lieb Engelein. Motive und thematische Entwicklung wuchsen auch beim Chor Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine ganz zusammen.
Noch erfrischender wirkte dann die Wiedergabe des weniger bekannten Osteroratoriums BWV 249. Die Paukeneinsätze erinnerten an manche Bach-Kantaten sowie an das Weihnachtsoratorium. Bei der Sinfonia und dem ausdrucksvollen Adagio akzentuierte das Orchester die chromatischen Passagen feinsinnig - das polyphone Orchesterbild wurde ausgesprochen durchsichtig gestaltet. Beim Duett Kommt, eilet und laufet von Tenor und Bass sangen Min Woo Lim und Dominik Hosefelder regelrecht um die Wette.
Das vierstimmige Rezitativ O kalter Männer Sinn von Sopran, Alt, Tenor und Bass gefiel mit bemerkenswerter Schlichtheit, die sich auf das gesamte Klangbild übertrug. Monica Meira Vasques gelang es, das Tempo spannungsvoll zu beschleunigen, sodass das freudige Ereignis richtig im Gedächtnis blieb. Lydia Zborschil gewann der Sopran-Arie Seele deine Spezereien immer mehr Leuchtkraft und Ausdrucksvolumen ab.
Min Woo Lim zeigte bei der Tenor-Arie Sanfte soll mein Todeskummer viel Sinn für zielsichere Spitzentöne, die sich immer weiter auffächerten. Voll realistischer Bildkraft sang Sonia Maria Höfler ihre Alt-Arie Saget, saget mir geschwinde, wobei ein ausgeprägtes dynamisches Gleichgewicht auch hier hervorstach. Der Schluss erinnerte an Georg Friedrich Händels Messias. Passagen aus diesem Werk waren dann auch als stürmische Zugabe zu hören.
Badische Neueste Nachrichten | 28.06.2005
Interpretation war beschwingt
Christlicher Chor gab Konzert im Gospelhouse in Baden-Oos
Georg Keller
Italienische Barockmusik anstelle von afro-amerikanischen Spirituals: Das Gospelhouse im Ooserr Industriegebiet hatte sich am Sonntagabend in einen klassischen Konzertsaal verwandelt.
Mit dem Akademie-Chor und Akademie-Orchester der Christlichen Musik- und Kunstakademie Stuttgart unter der Leitung von Monica Meira Vasques gastierte ein begabtes Ensemble in der Kurstadt. Die im Jahr 2001 gegründete überkonfesionelle Akademie möchte Brücken bauen zwischen verschiedenen Gemeinden und Konfessionen.
Mit dem Concerto Alla Rustica in G-Dur von Antonto Vivaldi (1678 bis 1741) eröffnete das Orchester den Abend. Bereits hier zeigte sich schnell, wie engagiert die jungen Instrumentalisten zu Werke gingen. Beschwingt, fast federleicht mutete ihre Interpretation an.
Zwischenzeitlich waren auch die Hörner zum Orchester hinzugestoßen. Beim Trompetenkonzert in D-Dur von Leopold Mozart (1719 bis 1787) fungierte der gebürtige Brettener Martin Seiler als Solist.
Technisch ausgereift, meisterte er auch die höchsten Tonlagen. Sehr zu Freude von Dirigentin Monica Meira Vaaques. Die Brasilianerin ging bei aller Konzentration mit sichtbarem Spaß an der Musik zu Werke und spornte dadurch ihre Mitstreiter zu Höchstleistungen an. Selten erlebt man ein klassisches Ensemble so gelöst und dennoch konzentriert.
Mit Sabine Hess (Querflöte) stand eine weitere junge, herausragende Solistin parat, sie glänzte beim Flötenkonzert in
e-moll von Saverio Mercadante (1795 bis 1870), dem modernsten Werk dieses Konzertes, mit atemberaubenden filigranen Fingerläufen. Speziell beim dritten Satz, einem beschwingt-beschleunigten Rondo Russo, war sie gefordert.
Nach der Pause überraschte Monica Meira Vasques die Zuhörer durch einige Ausführungen zu Antonio Vivaldis Gloria in D-Dur. Die Musiker belieBen es aber nicht bei theoretischen Ausführungen, sondern spielten einige Sehlüsselszenen kurz an, sodass auch Klassik-Neulinge einen Einblick in die Welt Antonio Vivaldis bekamen.
So verwendeten sowohl Vivaldi als auch Nachahmer wie Sebastian Bach einen pointierten ansteigenden Rhythmus als Symbol für das Erscheinen des Herrn und Gott, erfuhren die Zuhörer von Monica Meira Vasques.
Solchermaßen vorbereitet konnten die Baden-Badener Zuhörer das folgende Klangereignis noch besser aufnehmen und genießen. Als Solistinnen fungierten Lydia Zborschil (Sopran) und Anneka Ulmer (Mezzosopran), sie wechselten sich mit dem Chor beim berühmten Gloria ab.
Das Repertoire des Chores von der Christlichen Musik- und Kunstakademie Stuttgart kam beim Publikum im Ooser Gospelhouse gut an. Die Konzertbesucher zeigten sich von den Darbietungen des jungen Ensembles unter der Leitung der Brasilianerin Meira Vasques begeistert und sparten nicht mit Applaus.
Der Teckbote | 24.12.2004
Ansteckende Begeisterung
KIRCHHEIM - Weihnachtsoratorium / CMKA im Steingau-Zentrum
fm
Kürzlich führte die Christliche Musik- und Kunstakademie Stuttgart (CMKA) das Weihnachtsoratorium (Teil 1, IV und VI) von J. S. Bach im neu erbauten Steingau-Zentrum in Kirchheim auf.
Ein Gottesdienstraum im modernen Stil, der sich wie es sich zeigte, auch hervorragend zum Aufführen klassischer Werke eignet.
Das Weihnachtsoratorium, eines der wohl bekanntesten Werke der Klassik, gehört alljährlich zum Repertoire vieler Chöre. Für den noch sehr jungen Chor und das Orchester der Christlichen Musik- und Kunstakademie (CMKA) war es jedoch eine Premiere. Das Ensemble ist seit seiner Gründung vor drei Jahren dabei, viele der bekannten klassischen Werke einzustudieren.
Für das Jahr 2005 steht die Johannes Passion von Bach, Bachs Motteten, das deutsche Requiem von Brahms und wieder Teile vom Weihnachtsoratorium auf dem Programm. Dirigentin Monica Meira Vasques schafft es immer wieder mit ihrer, als gebürtiger Brasilianerin temperamentvollen und doch als Schülerin Rillings akkuraten Dirigierkunst, Orchester, Solisten, Chor und Zuhörer zu begeistern.
Die Zuhörer des gut gefüllten Saales erlebten eine Aufführung auf hohem Niveau, wobei die Begeisterung und Ausdruckskraft aller Beteiligten deutlich zu spüren war und ansteckend wirkte.
Das neue Steingau-Zentrum erwies sich nicht nur als Gemeindezentrum, sondern auch als ein Ort der kulturellen Bereicherung für Kirchheim. Für die Zukunft sind auch in enger Zusammenarbeit mit der CMKA weitere Konzerte sowie das Angebot von Musik- und Kunstunterricht geplant.
Leonberger Kreiszeitung | 21.06.2004
Sphärenhafte Leichtigkeit des Klangbilds
LEONBERG - Die Christliche Musik- und Kunstakademie Stuttgart
bot bei ihrem Gastkonzert in der Stadtkirche am Samstagabend ein ansprechendes Barock-Programm. Die Akademie hat eine eigene Musikschule mit einem breiten Angebot an Workshops und Seminaren.
Von Alexander Walther
Unter der inspirierenden Leitung von Monica Meira Vasques gestaltete die einfühlsame Solistin Sieglinde Holzapfel zunächst das Oboenkonzert in g-Moll BWV 1056 von Johann Sebastian Bach. Ein straffes und kerniges Kopfthema beherrschte hier das harmonisch breit gefächerte Klangbild, das sich immer mehr verdichtete. Die Solistin konnte ihre lyrischen Kantilenen über dem polyfon durchsichtigen Orchesterbett sehr schön entfalten. Gesangslinien bildeten immer wieder einen bewegenden Mittelpunkt, der den kontrapunktischen Reichtum der Komposition offenbarte.
Martin Höfler (Violine), Sabina Hess (Flöte) und Lutz Lampert (Cembalo) interpretierten dann zusammen mit dem gut aufeinander abgestimmten Akademie Orchester Stuttgart Johann Sebastian Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 5 in D-Dur BWV 1050, wo die sphärenhafte Leichtigkeit des Klangbilds auch stürmische Formen annahm. Konzertant-spielerische Elemente standen im Zusammenspiel der Solisten in bewegender Weise im Vordergrund. Als Concertino figurierten hier ganz deutlich Violine, Flöte und Cembalo. Das erste Allegro mit dem schwungvollen Kopfthema der Geigen stach hervor und belebte den weiteren orchestralen Ablauf, wirkte wie die Paraphrase einer Trompetenfanfare.
Aus dem Trio trat das von Lutz Lampert ausgezeichnet beherrschte Cembalo-Spiel immer mehr in den Vordergrund. Die toccatenartige Kadenz bildete dann einen brillanten Schlusspunkt. Das Solisten- Terzett spann eine abwechslungsreiche Melodie des Affettuoso aus - und nun begann ein wunderbares Frage-und-Antwort-Spiel zwischen den drei kanonisch verflochtenen Stimmen. Die verhaltene Schwermut der schmerzlich in sich gekehrten Melodie gewann an Intensität. Frisch und beschwingt kam zuletzt das Schluss-Allegro daher, dessen Kopfthema glanzvoll von Trompeten beherrscht wurde. Ein weiterer Höhepunkt dieses stimmungsvollen Konzerts war dann die dynamisch fein ausgewogene Wiedergabe von Johann Sebastian Bachs Orchestersuite Nr. 2 in h-Moll BWV 1067 mit der begabten Solistin Sabina Hess. Ungeachtet der eleganten Oberfläche ging die Musik bei dieser in sich ausgewogenen Wiedergabe durchaus in ernstere Tiefen. Der dreiteilige Kopfsatz gruppierte sich brillant um den figurierten Mittelabschnitt. Die reizvolle Kette der Tänze eröffnete ein überaus munter gestaltetes Rondo, dem eine gemessene Sarabande, zwei Bourres und eine virtuos verzierte Polonaise folgten. Die Badinerie sprühte zuletzt vor innerlich glühendem Feuer. Sabina Hess zeigte dabei spieltechnisch großes Geschick.
Den Abschluss dieses gelungenen Kirchenkonzerts bildete Georg Friedrich Händels Suite in D-Dur HWV 341 aus der "Wassermusik'', die im Jahre 1717 bei einer Wasserfahrt des englischen Königs zum ersten Mal erklang. Arienhaft-langsame Sätze und fugierte Stücke belebten den Klangfluss. Concertino-Formen waren ausdrucksvoll.
Stuttgarter Wochenblatt | 18.12.2003
Erfolgreicher Messias weckt viele Hoffnungen
Besucherrekord im Gospel Forum beim Klassik-Konzert
FEUERBACH - Es war nicht das einzige Messias-Konzert, das in dieser Zeit stattfand, aber für uns von der Christlichen Musik- und Kunstakademie, war es ein ganz wichtiges, erklärt die Rilling-Schülerin Monica Vasques. Seit drei Jahren arbeitet die Brasilianerin daran, die Qualität der Konzerte ständig zu verbessern.
Durchschnittlich 700 zumeist recht junge Konzertbesucher pro Wochenende kann ihr Haus derzeit begrüßen.
Das Projekt Klassische Konzerte der Christlichen Musik- und Kunstakademie (CMK) will ganz bewusst die Zusammenarbeit zwischen Christen der unterschiedlichen Konfessionen fördern. Klassische Konzerte in freikirchlichen Gotteshäusern wie dem Gospel Forum in Feuerbach erreichen ein ganz neues und vor allem auch junges Publikum. Mit dem Messias-Konzert am Nikolaustag hofft man, den Durchbruch geschafft zu haben.
Denn über 1200 Zuhörer strömten in den großen Saal des neuen Gospel Forums in der Junghansstraße., wo der Klassiker mit mehreren international erfahrenen Solisten wie dem Wahl-Freiburger Reginaldo Pinheiro aus Brasilien aufgeführt wurde.
Auf einen ähnliche breite Resonanz zu den klassischen Konzerte hoffen nun die Veranstalter auch im neuen Jahr. Um so mehr, weil künftig ein Teil der Einnahmen für soziale Projekte verwendet werden soll. W/-m-
Gmünder Tagespost | 10.12.2003
BIBELWORTE IN PRACHTVOLLER MUSIK
Händels Messias mit der Christlichen Gemeindemusikschule Schönblick und dem Chor und Orchester der
Christlichen Musik- und Kunstakademie Stuttgart
in Schwäbisch Gmünd
von Dietrich Kossien
Nicht mit seinen großen Opern, Kammermusiken oder Concerti grossi, sondern eher mit einem Werk eines Metiers, das bis fast zum Ende seines Schaffens gar nicht das seine war, mit dem gewaltigen klangprächtjgen Messias hat Georg Friedrich Händel die Zeiten überdauert. Und wird es gewiss noch lange tun. Von der Lebendigkeit seines Oratoriums konnte man sich am Sonntagnachmittag in der katholischen Kirche auf dem Rehnenhof überzeugen.
Dorthin hatte die Christliche Gemeindemusikschule Schönblick zu einer Aufführung eingeladen, die Dank vieler hervorragender Mitwirkender zu einem bleibenden Erlebnis in der Vorweihnachtszeit wurde, Martin Scheuermann von der Schönblickgemeinde freute sich über die große Resonanz und wies darauf hin, dass man den Messias bewusst im Jahr der Bibel gewählt habe. Hier würden die Worte der Bibel (in Englisch) musikalisch umgesetzt. Schon am Tag zuvor hatten rund tausend Zuhörer sich von dieser Aufführung in Stuttgart begeistern lassen.
Bereits die einleitende Sinfonia Grave zeigte, dass sich wohl auch die in diese Aufführung gesetzten hohen Erwartungen erfüllen würden; dass besonders, als die erste Arie und der erste Chor verklungen waren. Exzellente Solisten gaben dem Werk neben Chor and Orchester Glanz. Lydia Zborschil war ein stimmlich überzeugender Sopran und Brigitte Schweizer ein nicht minder schöner raumfüllender Alt. Der Brasilianer Reginaldo Pinheiro war ein jederzeit wohlklingender Tenor und Michael Albert ein voluminöser Bass. Mit erstaunlich großer Ausdruckskraft und musikalischem Gespür und Können stellten sich der Schönblick-Projektchor und Chor und Orchester der Christlichen Musik- und Kunst Akademie Stuttgart vor. Sie alle fanden unter der temperamentvollen und präzisen Führung der brasilianischen Dirigentin Monica Meira Vasques zu einem Ensemble zusammen, das auch den letzten Zuhörer in Bann schlug.
Die ganze eindrucksvolle Pracht des Messias entfaltete sich zu einer hoffnungsvollen musikalischen Interpretation der Worte der Bibel, wie dies auch ein Anliegen kirchlicher Musik ist. Aus Händels Musik spricht neben dem melodischen Schwung eine nicht überhörende lebensbejahende Kraft, die sich auch im Messias deutlich entfaltet. So ist es verständlich, wenn aus dem Oratorium das berühmte Halleluja fast volkstümlich wurde. Was Wunder, dass es auch bei dieser Aufführung die Zugabe war.
Von machtvoller Fülle waren die großen Chöre, die ausdrucksvollen Arien und die verbindenden Rezitative als in Musik gefasste Wiedergabe biblischer Botschaften bis hin zum gewaltigen Schlusschor Würdig ist das Lamm, der effektvoll das großartige Werk beschließt. Sieht man im Oratorium das geistliche Gegenstück zur Oper, so mag es im Messias nicht wundern, dass Händel als der gefeierte Opernkomponist seiner Zeit auch hier wusste, das Dramatische mit dem Innigen zu verbinden, wobei er bei den gewaltigen Chören seine allergrößte Sorgfalt verwendete. Und es war bemerkenswert, wie der Chor am Sonntag im Messias auf dem Rehnenhof diesen hohen Ansprüchen sicher und ausdrucksvoll gerecht wurde. Genau so angetan war man von den vier Gesangssolisten, die in beindruckender Weise mit überzeugender Gesangskunst Händels Oratorium zu einem nicht alltäglichen Musikerlebnis werden ließen.
Und gerne hat man sicher auch Martin Scheuermann zugestimmt, der bei der Verabschiedung mit Blick auf zwei aus Brasilien stammende Mitwirkende meinte, dass dieses Land wohl nicht nur die besten Fußballer, sondern auch die besten Tenöre und Dirigentinnen habe. Der Beifall war riesig.
